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Absurderweise durften die meisten Schwarzen die Shows und Aufführungen nicht sehen, weil die berühmtesten Klubs, wie "Small's" und der "Cotton Club", wo Duke Ellington spielte, Zutritt nur den Weißen gestatteten.

Anders war es im Savoy Ballroom, der 1926 eröffnet wurde: Er wurde das "community center" für die Schwarzen, stand aber jedem offen. Er war der erste Tanzsaal, in dem sich Schwarze und Weiße ohne Rassenkonflikte zum Tanzen treffen konnten.

Harlem war das Viertel der Afroamerikaner und aller anderen Menschen, die am Rande der Gesellschaft standen. Es war IHR Viertel und dies gab trotz aller Schwierigkeiten Hoffnung auf Freiheit und Stolz auf die eigene Herkunft.

Die Zeiten waren hart und die Menschen brauchten den Tanz als Heilmittel gegen die große Depression: In den 1920ern entwickelten sich viele Modetänze ( Shimmy, Black Bottom, Charleston,…), die meisten als Paartänze und fast alle ursprünglich aus der afroamerikanischen Kultur. Zusammen mit der Musik entstand aus diesen Tänzen der Swingtanz, der bekannteste ist der Lindy Hop. Geburtsstätte der Big Band Swingmusik und des Lindy Hop war der Savoy Ballroom.

Der wichtigste Unterschied der "schwarzen" Tänze zu den weißen bzw. europäischen Tänzen war, dass sie "social dances" waren. Das heißt, sie wurden nicht in ein starres, einzuhaltendes Reglement gepresst, sondern waren lebendig und konnten sich daher verändern und mit der Musik entwickeln.
Die schnelle, mitreißende Swingmusik führte weltweit zu Ekstase auf den Tanzflächen, vor allem Jugendliche ließen sich auf der Tanzfläche gehen.
Als die Swingmusik die breite weiße Bevölkerungsschicht erreichte, wurde dies von konservativen Kreisen als Bedrohung angesehen, denn die Swingkultur stand für Freiheit, Offenheit und pure Lebenslust.

Dies erklärt auch, warum die Swingjugend in Deutschland als eine Bedrohung vom Nazi-Regime wahrgenommen wurde, denn es galt damals und auch noch heute:

Wer Swingmusik liebt, kann nicht marschieren
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