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Lindy Hop heute

Ende der 50er Jahre geriet der "Lindy" langsam in Vergessenheit, bis Anfang der 80er Jahre Tänzer in den USA, Stockholm und London durch alte Filme (z.B. Marx Brothers, Day at the Races) auf den Tanz aufmerksam wurden und sich auf die Suche nach den alten Tänzern aus dem Savoy Ballroom machten.
So fand z. B. Lennart Westerlund aus Stockholm Al Minns, einen der bekanntesten Tänzer der Whitey´s Lindy Hoppers und lud ihn 1982 zu einem Workshop nach Schweden ein. Leider starb Al Minns kurze Zeit später. Aber aus dem kleinen Workshop mit etwa 30 Leuten wurde "The Herrang Dance Camp": ein jährliches, vierwöchiges Sommercamp mit über 2000 Teilnehmern aus der ganzen Welt. Herräng, ein kleines Dorf nördlich von Stockholm. "The Herrang Dance Camp" ist heute das Mekka des Swingtanzes und der Ausgangspunkt sowohl für die Hamburger als auch für fast alle anderen europäischen Swingcommunitys.

Fast gleichzeitig mit Lennart Westerlund machten sich auch Erin Stevens und Steven Mitchell auf die Suche nach Tänzern aus dem Savoy. Sie fanden Frankie Manning, der sich vor allem durch seinen Tanzstil mit einer tiefen Körperhaltung und der Erfindung der ersten "Aerials" (akrobatische Hebungen und Würfe) unter den Lindy Hop Tänzern der "zweiten Generation" einen Namen machte. Frankie Manning, geboren 1914, ist weiterhin weltweit auf Workshops unterwegs. Dank ihm, anderen professionellen Trainern und unzähligen lokalen, engagierten Organisatoren wächst die Swingszene weltweit. Durch internationale Workshops und Camps und die Vernetzungsmöglichkeiten durch das Internet findet ein ständiger Austausch statt.
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